“Schiff sank, Schrott gefährdet Mittelmeer” ©derstandard.at
Februar 13, 2008 by admin | AllgemeinEinen Betrag mit diesem Titel von Reiner Wandler fand ich in der gestrigen Online-Ausgabe des Standards (>>> derstandard.at). Mit großer Bedauerung musste ich eine Falschrecherche feststellen. Es kann mal passieren, aber dennoch muss man im Profi-Journalistentum erwarten können, dass man zumindestens Wikipedia zu Rate zieht. Aber gut, sei es wie es sei.
1. 42.000 Tonnen Schrott ins Meer
Nach meinen Recherchen hat die M/V New Flame, wie sie im internationalen Register für Schifffahrt genannt wird, 42.000 Bruttotonnen. Das bedeutet, das der Autor auch das Schiff als gefährlichen Schrott bezeichnet hat, was durchaus nicht so unschlüssig wäre
2. Ladung
Die M/V New Flame hat eine Nutzlast (bei den Seefahrern auch Nettotonnen genannt) von 27.000 Tonnen, wobei folgende Löschliste vorlag:
- 750 Tonnen Treibstoff
- 26520 Tonnen Altmetall
3. Vorangegangene Aktivitäten
Im August und September wurde der komplette Treibstoff (Anm. Schiffsdiesel = Altöl) aus dem Schiff gepumpt.
4. Verseuchung des Meeres
Zu beachten ist, dass nur das Metall in die See gelangen wird, und das relativ leicht geborgen werden kann / muss, da die Einfahrt von Gibraltar relativ seicht ist und diese Enge unbedingt für den internationalen Schiffsverkehr frei gehalten werden muss.
5. Vergleich
Normalgroße Öltanker haben ein Durchschnittsfassungsvermögen von ca. 500.000 Tonnen Rohöl. Da ist die M/V New Flame ja ein kleines Schinackl.
6. Fazit
Also nicht in die Hosn scheißn, denn Metall ist aus dem Meer leichter zu holen, wie Rohöl aus den Federn einer Möwe.















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Bedanke mich bei Herrn Schwarz sehr herzlich für die Referenz auf http://schwarzfabian.wordpress.com/2008/02/13/journalismus-eine-gratwanderung/trackback/